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Hilfsmittel

Stechhilfen

Stechhilfen sind kleine "Geräte", die die Blutentnahme aus der Fingerkuppe nicht oder kaum mehr spürbar werden lassen. Die Eichstichtiefen sind oft variabel einzustellen, die Lanzetten werden immer feiner. Häufig bekommt man bei dem Kauf eines Blutzuckertestgerätes eine Stechhilfe derselben Firma dazu.

Es gibt auch Stechhilfen, die die Entnahme von Kapillarblut an anderen Körperstellen (= Alternative Messstellen = Alternate Site Testing = AST) als der Fingerkuppe ermöglichen. Geeignete Stellen sind der fleischige Teil der Handfläche zwischen Handgelenk und kleinem Finger, der Handballen, die Innenseite des Unterarmes, etwa im mittleren Bereich, der Bauch und die Außenseiten der Oberschenkel.

Blutzuckermessgeräte

Es gibt heute eine große Zahl verschiedener Messgeräte, die jedoch fast alle eine der beiden folgenden Messverfahren anwenden:

  • Reflektometrische Methode: Messung von Farbveränderungen durch den Zucker des aufgetragenen Bluttropfens.

  • Sensorelektronische Methode: Messung von Änderungen des elektrischen Widerstandes der Sensorelektrode durch den Zucker des aufgetragenen Bluttropfens.

Die sensorelektronischen Geräte benötigen meist etwas weniger Blut als die reflektometrischen Geräte. Die Dauer des Messvorgangs variiert zwischen etwa 5 und 10 Sek. Die Messbereiche der Geräte differieren nur gering und liegen zwischen 10 bzw. 20 mg - 550/600 mg/dl.

Von der Handhabung her bieten die meisten Geräte bei Anbruch einer neuen Teststreifenverpackung einen Kalibrationsstreifen zum Einstecken in das Gerät, so dass das früher umständliche Eingeben einer Codenummer entfällt. Bei vielen neueren Geräten entfällt sogar die Kalibrierung, womit eine weitere Fehlerquelle ausgeschlossen ist.

Folgende Gesichtspunkte sollten vor der Wahl mit einbezogen werden:

  • erforderliche Blutmenge (vorallem bei Kindern und älteren Patienten von Bedeutung)
  • Bedienbarkeit des Gerätes
  • Speicherkapazität der Blutzuckerwerte
  • Ist eine Verbindung mit dem PC möglich, welches System?
  • Dauer einer Messung
  • Fehlermeldungen
  • Größe und Gewicht können wichtig sein, wenn häufig unterwegs gemessen wird, evtl auch der Temperaturbereich (z.B. im südlichen Ausland)
  • Sehbehinderte sollten auf ein gut ablesbares Display achten (Hintergrundbeleuchtung)
  • Blinde auf ein vorhandenes Sprachmodul

Vergleichen Sie Geräte und durchstöbern Sie das Internet nach Erfahrungsberichten. Viele Anbieter bieten Testgeräte an!

Quelle: aus dem Schulungsbuch für Diabetiker von Gerhard-W. Schmeisl